A.C.S. AQUA-CARE-SYSTEMS GMBH

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Produktpalette

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Wasseraufbereitungssysteme AQUA PLUS® Baureihe

FUNKTIONSWEISE

Voraussetzung für einen störungsfreien Ablauf des Aufbereitungsprozesses ist ein permanter Wasserdruck auf der Eingangsseite der Anlage. Dieser wird durch ein Druckerhöhungsmodul sichergestellt. Bei der AQUA PLUS® STANDARD wird der Wasserdruck mit 2 - 4 [bar] eingeregelt.
Der nachfolgende Druckminderer des Kombigerätes "Druckminderer - Vorfilter - Sauerstofferzeuger" nimmt eine Feinregulierung des Wasserdrucks vor, der abhängig ist von Wasserart und -qualität. Somit erreichen wir eine ausreichende Verweilzeit des Wassers im Aufbereitungsprozess bei gleichzeitig angestrebtem maximalem Durchsatzvolumen von 1.200 [l/h].
Wird Wasser aus Flüssen und Seen mit stark schwankenden mechanischen Verschmutzungsgraden verwendet, empfiehlt es sich, das Wasser einen der Anlage vorgeschalteten geeigneten Filter passieren zu lassen. Der rückspülfähige Vorfilter mit einer Maschenweite von 100 [µ] dient zur Ausfilterung von Schwebstoffen, Schlamm-, Lehm- und Tonbelastungen etc. Im Zuge der Wartungsintervalle muss er regelmäßig rückgespült werden.
Im nachgeschalteten Sauerstofferzeuger findet mittels eines elektrophysikalischen Prozesses eine geringe Wasserzerlegung statt. An den Elektroden werden zwischen 200 - 3.000 [mA] bei in Abhängigkeit von dem Belastungsgrad Wassers geregelter Spannung angelegt; daher können diese Werte variieren. An der Anode werden "radikale" Sauerstoffionen freigesetzt und es beginnt sofort eine Nassoxidation der organischen Bestandteile im Wasser sowie ein Aufbrechen bzw. eine Modifikation komplexer chemischer Komponenten.
Die an der Kathode freigesetzten Wasserstoffionen haben eine Redox-Wirkung, die Oxide reduziert, besonders die Reduktion von NOx - Verbindungen. Das mit Sauerstoff- und Wasserstoffionen angereicherte Wasser wird sodann in ein Aktivkohle - Reaktorbett weitergeleitet, welches aus drei kaskadenförmig in Reihenschaltung angeordneten Aktivkohlebehältern besteht.
Die Aktivkohle absorbiert die eingebrachten organischen Belastungsstoffe wie Kohlenstoffverbindungen etc. sowie Metalle, insbesondere Schwermetalle. Es findet nun eine permanente Reaktion statt, bei der durch katalytische Wirkung der Aktivkohle Kohlenstoff- sowie Stickstoffverbindungen abgebaut werden. Die Endprodukte sind CO2, N2, sowie H2O.
Durch den permanent vorhandenen überschüssigen Sauerstoffs wird die Lebensdauer der aktiven Oberfläche des Kohlefilters vergrößert. Im Gegensatz zu Umkehrosmose-Anlagentechnik können mit diesem Verfahren im Wasser gelöste Salze und Mineralien nicht entfernt werden. Der nachgeschaltete Textilfilter mit einer Maschenweite von 1 [µ] verhindert ein mögliches Übertreten von Aktivkohlepartikeln in das nachfolgende Leitungsnetz und verhindert so eine unerwünschte Eintrübung des Wassers.
Eine sensorisch geleitete elektronische Steuerung aktiviert sodann bei fließendem klaren Wasser die UV-C Lampe (l = 254 [nm]) zur vorsorglichen und zusätzlichen Desinfektion. Durchflussgeschwindigkeit und Menge sind auf die Lampenleistung abgestimmt, gleichmäßige Strömung sowie gleichmäßig maximale UV - Strahlung werden durch eine spezielle Ausprägung einer Doppelrohrkonstruktion sichergestellt.
Keimfreies Wasser (99,99%) am Austritt der UV-Lampe ist somit gewährleistet. Die nachfolgenden Armaturen dienen der Steuerung und Überwachung der Anlage sowie Abrechnungszwecken.

ZERTIFIZIERUNG UND PATENT

Auszug aus TÜV-Bericht an die Firma A.C.S. - Aqua-Care-Systems GmbH TÜV-Registratur: 8141/143/04: Funktionskontrolle der Wasseraufbereitungsanlage AQUA PLUS

Testprogramm und Beratende Begleitung

Die Qualität eines Wassers kann aufgrund der Förder- oder Einlaufzonen und einer nachfolgenden, nicht ausreichenden Aufbereitung sehr unterschiedlich sein. Schwermetalle, Arsen und Lebendkeime sowie Wirkstoffe auf KW-Basis können eingeschleppt werden und die Grenzwerte z.B. nach Trinkwasserverordnung überschreiten. Obgleich daher die Anforderungen sehr differenziert sind, ist ein aussagefähiger Test von Aufbereitungsanlagen über entsprechende Zeiträume zur Bewertung unumgänglich.
Testsubstanzen Kohlenwasserstoffe und Phenoltest
Phenol, MG 94,11 g/mol, löst sich im Wasser mit 93.000 mg pro Liter ausreichend. Entsprechend der Trinkwasserverordnung kann man mit einem Liter phenol­gesättigtem Wasser 1000 m3 Wasser mit dem zweihundertfachen des zulässigen Wertes belasten. Nach Ausgaben ist bei einer solchen Überlast mit 100 ppb (Grenze 0,55 ppb) eine Beladung der Aktivkohle mit 10 g/kg möglich; d.h. nach 1000 m³ sollte noch kein Durchschlag des Phenols in der Anlage erkennbar sein.
Schwermetallbeladung am Modellbeispiel Nickel
Die Nickelbeladung des Trinkwassers darf 50 mg pro Liter nicht überschreiten. Zur Bestimmung der Schwermetallkapazität sollte eine fünffache Überhöhung des Trinkwassergrenzwertes genügen. Dies bedeutet für 1000 m³ etwa 250 g Ni­-Zugabe. Als Zusatz sollte man das NiSO4 * 6 H20, MG 262,85, Ni-Anteil 22,3 Gewichtsprozente. Löslichkeit im Wasser 652 g/l Wasser verwenden.
Arsenbeladung
Die entsprechende Arsenbeladung des Trinkwassers darf 10 mg pro Liter nicht überschreiten. Zur Bestimmung der Arsenrückhaltung sollte ebenfalls eine fünffache Überhöhung des Trinkwassergrenzwertes genügen. Dies bedeutet für 1000 m³ etwa 50 g As-Zugabe. Das bekannte Arsenik (Arsentrioxid As203) löst sich mit etwa 30 g/l im Wasser mäßig, für die Kontamination aber ausreichend.
Lebendkeimbeladung Grenzwerte und deren Bedeutung
Nach Trinkwasserverordnung geht die Güteanforderung von Wasser aus, das im allgemeinen aus genügender Tiefe und nach ausreichender Filtration als Grundwasser entnommen wird. Das Trinkwasser muss frei sein von Krankheitserregern. Der Nachweis gelingt indirekt mit Ausschluss von Escheria coli, Coliformen Keimen und Fäkalstreptokokken, bzw. sulfatreduzierende sporenbildenden Anaerobier. Keimzahlen mit weniger als 100 koloniebildenden Elementen bei 20°C und 36 °C bzw. l2-Stunden-Bebrütung je 1 ml Wasser werden akzeptiert. Aus diesem Grunde ist eine modellmässige Zudosierung von Lebendkeimen enorm kritisch. Die Vorlage sollte wenig Nährstoffe enthalten, gekühlt sein und im gleichen Zeitintervallen erneuert werden. Eine gleichmäßige Zuleitung von Flusswasser- und anderen oberflächennahen Wässern wie sie bis jetzt bei Tests bevorzugt wurden, unterliegt für Langzeitaussagen wahrscheinlich zu starken Schwankungen (temporärer Fäkalieneintrag. Regenperioden usw.). Aus diesem Grunde sollte wie vorher eine Zudosierung von etwa 106 Keimen pro ml aus einer Vorlage in Zusammenarbeit mit einem Klärwerk versucht werden. Um damit zu einer etwa zehnfachen Überlast zu kommen, kann die Verdünnung darin 1 ml zu 1 Liter betragen. Entsprechend höhere Beladung führt zu größeren Verdünnungsraten.

Mit Offenlegungsschrift vom 27.04.2006 wurde das "Verfahren zur Erzeugung von Brauch- und Trinkwasser aus salzhaltigen Wässern" durch das Deutsche Paten- und Markenamt publiziert.
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TECHNISCHE BESCHREIBUNG

Die Wasseraufbereitungsanlage AQUA PLUS® STANDARD ist ein geschlossenes System zur chemikalienfreien Aufbereitung von Oberflächenwässern, Regenwasser, Grundwasser und Sekundärwässern zu Trinkwasserqualität. Die Anlage kann als Einzelversion mit einem Durchsatz von ca. 2.500 [l/h], entspr. ca. bis zu 60 [m³/d] betrieben werden, abhängig von der Rohwasserqualität. Bei höherem Bedarf können weitere AQUA PLUS® STANDARD - Systeme problemlos hinzugefügt und in Parallelschaltung gleichzeitig betrieben werden. AQUA PLUS® STANDARD Anlagen sind modular aufgebaut.

GEHÄUSE

Das Gehäuse besteht aus einer geschweißten Rahmenkonstruktion, die mit Quadrat-/Rechteck-Hohlprofilen aus Edelstahl und mit 1,5 mm - starken Aluminiumblechen ummantelt ist. Die stabile Rahmenkonstruktion ruht auf vier 100 mm hohen Standfüßen. Damit wird gewährleistet, dass die Anlage sicher und trocken steht .

DRUCKERHÖHUNGSMODUL

Hierzu gehören die Pumpe (Anschlusswerte: 230 [V], 50 [Hz] (optional 60 [Hz]), 250 [W]), in einstellbarer Druckwächter sowie ein Manometer (Anzeige bis 10 [bar]). Die Druckvorwahl ist verplombt.

DRUCKMINDERER

Der Kopf des Kombigerätes ist als Druckminderventil DN 25 ausgebildet. Das Ventilgehäuse ist mit zwei Manometern.

VORFILTER

Mechanischer Filter zum Ausfiltern von Schwebstoffen, Sandpartikeln und dergl.. Filtertasse aus Plexiglas mit Ventil für die Rückspülung, wahlweise von Hand oder automatisch rückspülbar. Einsatz: Kunststoffnetzfilter mit einer Maschenweite von 100 [µ].

SAUERSTOFFERZEUGER

Gehäuse aus Kunststoff (PE - HD, DIN 19533). Elektrophysikalische Ionenerzeugung, hauptsächlich O² und H². Die Leistungsaufnahme wird je nach Qualität des einströmenden Wassers und Einsatzzweck elektronisch gesteuert. Der von uns eingesetzte Sauerstofferzeuger (elektro-chemischer Reaktor) kann optimal bei Wässern mit hoher Calciumsulfatkonzentration eingesetzt werden. Mittels permanent elektronisch gesteuerter Umpolung setzt sich zunächst jeweils an der Kathode das Calciumsulfat ab, wird aber bei der Umkehrpolung wieder abgestoßen und über eine Öffnung im Reaktor abgetrennt.

AKTIVKOHLEREAKTOR

Die Aktivkohlereaktoren sind als Kaskaden in Reihenschaltung angeordnet. Die Reaktorflaschen bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (EP - GF) und haben ein Volumen von 20 - 80 [l]. Füllung: hochwertige Aktivkohle, Wahl nach Einsatzzweck, in Sonderfällen auch mit Beschichtung.  Ausoxidation bis ca. 90%, Restmengenadsorption bis 14,4 [kg] Trockenmasse.

KOHLENSTAUBFILTER

Mechanischer Filter zum Zurückhalten von evtl. aus den Reaktoren austretenden Kohlestaubpartikeln. Filtertasse aus Glas, Einsatz: Textilfilter, Maschenweite 1 [µ]

STEUER-UND ÜBERWACHUNGSEINRICHTUNGEN

Diese Einrichtungen bestehen aus Drucksensor, Durchflußbegrenzer, einstellbar, verplombt, Magnetventil, sowie Wasseruhr mit Kontrollmesswertgeber. Durchfluß- und Drucküberwachung schalten die Anlage bei fehlendem Druck oder Durchfluß automatisch ab. Das Magnetventil schließt bei Störungen und öffnet elektronisch nur, wenn alle Betriebsparameter normale Funktionswerte aufweisen. Die Wasseruhr dient zur Darstellung des aktuellen Durchflusses sowie des Gesamtdurchflusses und fungiert somit auch als Basis für Abrechnungszwecke.

NETZ- STEUER- UND ELEKTRONIKTEIL

Hauptsicherung, Transformator, Gleichrichter, Energieverteilung; Die rechnergestützte Steuerung prüft automatisch beim Hochfahren der Anlage (bzw. Wiederanfahren nach Wartung, Reparatur o.ä.) sämtliche Stufen der Aufbereitung auf Funktionsfähigkeit und Übereinstimmung der Istwerte mit den Sollwerten. Missfunktion und Wertediskrepanz werden durch Rotlicht signalisiert und auf dem Display angezeigt.
Ist die Prüfung in positivem Sinne verlaufen, die Anlage aber noch nicht in Betrieb so befindet sie sich im "Stand-By" - Status, was durch Weißlicht signalisiert wird. Bei normalem Betrieb erscheint Grünlicht. Sollten während des Betriebes Störungen gravierender Art auftreten, wird die Anlage automatisch heruntergefahren und die Störungsart neben Rotlicht auf dem Display angezeigt. Nach Ablauf der turnusmäßigen Wartungsintervalle erscheint zusätzlich Gelblicht als Hinweis auf eine kurzfristig vorzunehmende Wartung.
Im einzelnen arbeitet die Kontrollsteuerung kontinuierlich nach dem Abfrageprinzip if - then.
Darstellung des Betriebszustandes über Display und Kontroll-Leuchten.

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