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FUNKTIONSWEISE
Voraussetzung für einen störungsfreien Ablauf des Aufbereitungsprozesses ist ein
permanter Wasserdruck auf der Eingangsseite der Anlage. Dieser wird durch ein Druckerhöhungsmodul
sichergestellt. Bei der AQUA PLUS® STANDARD wird der Wasserdruck mit 2 - 4 [bar]
eingeregelt.
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ZERTIFIZIERUNG UND PATENT
Auszug aus TÜV-Bericht an die Firma A.C.S. - Aqua-Care-Systems GmbH
TÜV-Registratur: 8141/143/04:
Funktionskontrolle der Wasseraufbereitungsanlage AQUA PLUS
Testprogramm und Beratende BegleitungDie Qualität eines Wassers kann aufgrund der Förder- oder Einlaufzonen und einer nachfolgenden, nicht ausreichenden Aufbereitung sehr unterschiedlich sein. Schwermetalle, Arsen und Lebendkeime sowie Wirkstoffe auf KW-Basis können eingeschleppt werden und die Grenzwerte z.B. nach Trinkwasserverordnung überschreiten. Obgleich daher die Anforderungen sehr differenziert sind, ist ein aussagefähiger Test von Aufbereitungsanlagen über entsprechende Zeiträume zur Bewertung unumgänglich.Testsubstanzen Kohlenwasserstoffe und Phenoltest Phenol, MG 94,11 g/mol, löst sich im Wasser mit 93.000 mg pro Liter ausreichend. Entsprechend der Trinkwasserverordnung kann man mit einem Liter phenolgesättigtem Wasser 1000 m3 Wasser mit dem zweihundertfachen des zulässigen Wertes belasten. Nach Ausgaben ist bei einer solchen Überlast mit 100 ppb (Grenze 0,55 ppb) eine Beladung der Aktivkohle mit 10 g/kg möglich; d.h. nach 1000 m³ sollte noch kein Durchschlag des Phenols in der Anlage erkennbar sein. Schwermetallbeladung am Modellbeispiel Nickel Die Nickelbeladung des Trinkwassers darf 50 mg pro Liter nicht überschreiten. Zur Bestimmung der Schwermetallkapazität sollte eine fünffache Überhöhung des Trinkwassergrenzwertes genügen. Dies bedeutet für 1000 m³ etwa 250 g Ni-Zugabe. Als Zusatz sollte man das NiSO4 * 6 H20, MG 262,85, Ni-Anteil 22,3 Gewichtsprozente. Löslichkeit im Wasser 652 g/l Wasser verwenden. Arsenbeladung Die entsprechende Arsenbeladung des Trinkwassers darf 10 mg pro Liter nicht überschreiten. Zur Bestimmung der Arsenrückhaltung sollte ebenfalls eine fünffache Überhöhung des Trinkwassergrenzwertes genügen. Dies bedeutet für 1000 m³ etwa 50 g As-Zugabe. Das bekannte Arsenik (Arsentrioxid As203) löst sich mit etwa 30 g/l im Wasser mäßig, für die Kontamination aber ausreichend. Lebendkeimbeladung Grenzwerte und deren Bedeutung Nach Trinkwasserverordnung geht die Güteanforderung von Wasser aus, das im allgemeinen aus genügender Tiefe und nach ausreichender Filtration als Grundwasser entnommen wird. Das Trinkwasser muss frei sein von Krankheitserregern. Der Nachweis gelingt indirekt mit Ausschluss von Escheria coli, Coliformen Keimen und Fäkalstreptokokken, bzw. sulfatreduzierende sporenbildenden Anaerobier. Keimzahlen mit weniger als 100 koloniebildenden Elementen bei 20°C und 36 °C bzw. l2-Stunden-Bebrütung je 1 ml Wasser werden akzeptiert. Aus diesem Grunde ist eine modellmässige Zudosierung von Lebendkeimen enorm kritisch. Die Vorlage sollte wenig Nährstoffe enthalten, gekühlt sein und im gleichen Zeitintervallen erneuert werden. Eine gleichmäßige Zuleitung von Flusswasser- und anderen oberflächennahen Wässern wie sie bis jetzt bei Tests bevorzugt wurden, unterliegt für Langzeitaussagen wahrscheinlich zu starken Schwankungen (temporärer Fäkalieneintrag. Regenperioden usw.). Aus diesem Grunde sollte wie vorher eine Zudosierung von etwa 106 Keimen pro ml aus einer Vorlage in Zusammenarbeit mit einem Klärwerk versucht werden. Um damit zu einer etwa zehnfachen Überlast zu kommen, kann die Verdünnung darin 1 ml zu 1 Liter betragen. Entsprechend höhere Beladung führt zu größeren Verdünnungsraten. Mit Offenlegungsschrift vom 27.04.2006 wurde das "Verfahren zur Erzeugung von Brauch- und Trinkwasser aus salzhaltigen Wässern" durch das Deutsche Paten- und Markenamt publiziert. << mehr >> |
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TECHNISCHE BESCHREIBUNG
Die Wasseraufbereitungsanlage AQUA PLUS® STANDARD ist ein geschlossenes System zur chemikalienfreien Aufbereitung von Oberflächenwässern, Regenwasser, Grundwasser und Sekundärwässern zu Trinkwasserqualität. Die Anlage kann als Einzelversion mit einem Durchsatz von ca. 2.500 [l/h], entspr. ca. bis zu 60 [m³/d] betrieben werden, abhängig von der Rohwasserqualität. Bei höherem Bedarf können weitere AQUA PLUS® STANDARD - Systeme problemlos hinzugefügt und in Parallelschaltung gleichzeitig betrieben werden. AQUA PLUS® STANDARD Anlagen sind modular aufgebaut. |
GEHÄUSE
Das Gehäuse besteht aus einer geschweißten Rahmenkonstruktion, die mit Quadrat-/Rechteck-Hohlprofilen aus Edelstahl und mit 1,5 mm - starken Aluminiumblechen ummantelt ist. Die stabile Rahmenkonstruktion ruht auf vier 100 mm hohen Standfüßen. Damit wird gewährleistet, dass die Anlage sicher und trocken steht . |
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DRUCKERHÖHUNGSMODUL
Hierzu gehören die Pumpe (Anschlusswerte: 230 [V], 50 [Hz] (optional 60 [Hz]), 250 [W]), in einstellbarer Druckwächter sowie ein Manometer (Anzeige bis 10 [bar]). Die Druckvorwahl ist verplombt. |
DRUCKMINDERER
Der Kopf des Kombigerätes ist als Druckminderventil DN 25 ausgebildet. Das Ventilgehäuse ist mit zwei Manometern. |
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VORFILTER
Mechanischer Filter zum Ausfiltern von Schwebstoffen, Sandpartikeln und dergl.. Filtertasse aus Plexiglas mit Ventil für die Rückspülung, wahlweise von Hand oder automatisch rückspülbar. Einsatz: Kunststoffnetzfilter mit einer Maschenweite von 100 [µ]. |
SAUERSTOFFERZEUGER
Gehäuse aus Kunststoff (PE - HD, DIN 19533). Elektrophysikalische Ionenerzeugung, hauptsächlich O² und H². Die Leistungsaufnahme wird je nach Qualität des einströmenden Wassers und Einsatzzweck elektronisch gesteuert. Der von uns eingesetzte Sauerstofferzeuger (elektro-chemischer Reaktor) kann optimal bei Wässern mit hoher Calciumsulfatkonzentration eingesetzt werden. Mittels permanent elektronisch gesteuerter Umpolung setzt sich zunächst jeweils an der Kathode das Calciumsulfat ab, wird aber bei der Umkehrpolung wieder abgestoßen und über eine Öffnung im Reaktor abgetrennt. |
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AKTIVKOHLEREAKTOR
Die Aktivkohlereaktoren sind als Kaskaden in Reihenschaltung angeordnet. Die Reaktorflaschen bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (EP - GF) und haben ein Volumen von 20 - 80 [l]. Füllung: hochwertige Aktivkohle, Wahl nach Einsatzzweck, in Sonderfällen auch mit Beschichtung. Ausoxidation bis ca. 90%, Restmengenadsorption bis 14,4 [kg] Trockenmasse. |
KOHLENSTAUBFILTER
Mechanischer Filter zum Zurückhalten von evtl. aus den Reaktoren austretenden Kohlestaubpartikeln. Filtertasse aus Glas, Einsatz: Textilfilter, Maschenweite 1 [µ] |
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STEUER-UND ÜBERWACHUNGSEINRICHTUNGEN
Diese Einrichtungen bestehen aus Drucksensor, Durchflußbegrenzer, einstellbar, verplombt, Magnetventil, sowie Wasseruhr mit Kontrollmesswertgeber. Durchfluß- und Drucküberwachung schalten die Anlage bei fehlendem Druck oder Durchfluß automatisch ab. Das Magnetventil schließt bei Störungen und öffnet elektronisch nur, wenn alle Betriebsparameter normale Funktionswerte aufweisen. Die Wasseruhr dient zur Darstellung des aktuellen Durchflusses sowie des Gesamtdurchflusses und fungiert somit auch als Basis für Abrechnungszwecke. |
NETZ- STEUER- UND ELEKTRONIKTEIL
Hauptsicherung, Transformator, Gleichrichter, Energieverteilung;
Die rechnergestützte Steuerung prüft automatisch beim Hochfahren der Anlage (bzw. Wiederanfahren
nach Wartung, Reparatur o.ä.) sämtliche Stufen der Aufbereitung auf Funktionsfähigkeit und
Übereinstimmung der Istwerte mit den Sollwerten. Missfunktion und Wertediskrepanz werden durch
Rotlicht signalisiert und auf dem Display angezeigt. |